Parkinson
Unter Parkinson versteht man eine neurologische Erkrankung, die in erster Linie Auswirkungen auf die Motorik des Menschen hat. Früher auch als Schüttellähmung bekannt, verdankt die Krankheit ihren heutigen Namen „Parkinson“ dem Wissenschaftler James Parkinson, der sie erstmalig schriftlich beschrieben hat. Parkinson ist eine unheilbare Krankheit mit chronischem Verlauf.
I. d. R. sind es ältere Menschen zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, die an Parkinson erkranken. Die Krankheit kann sich bis zum 75. Lebensjahr manifestieren. Danach nimmt das Risiko zu erkranken ab. In Deutschland leiden etwa 300.000–400.000 Menschen an Parkinson, wobei vier Gruppen der Erkrankung unterschieden werden können.
Rund 70–80 % der Betroffenen leiden am sog. ideopathischen Parkinson-Syndrom. Bei diesem Syndrom sind die Ursachen unbekannt. Daneben tritt in seltenen Fällen ein Parkinson-Syndrom auf, bei dem genetische Faktoren eine Rolle zu spielen scheinen, da innerhalb einer Familie die Krankheit mehrmals auftritt. In diesem Fall wird vom familiären Parkinson-Syndrom gesprochen. Zudem können verschiedene äußere Ursachen bzw. andere Erkrankungen ein Parkinson-Syndrom auslösen. Dazu gehören z. B. eine Infektion mit HIV, Unfälle mit Hirnverletzungen, diverse Nervengifte wie Kohlenmonoxid oder einige Gefäßkrankheiten. Man spricht dann vom sekundären bzw. symptomatischen Parkinson-Syndrom. Symptome, die denen einer Parkinson-Erkrankung ähneln, können auch infolge anderer neurologischer Grunderkrankungen auftreten, diese werden zusammengefasst als atypisches Parkinson-Syndrom bezeichnet.
Die Auswirkungen eines Parkinson-Syndroms betreffen zunächst einmal die Motorik sowie die Mimik und das Sprachvermögen. Infolge einer Störung in der Gehirnregion, die für die Motorik beim Menschen verantwortlich ist, kann es demnach zu Bewegungsstörungen, Bewegungsarmut, Zittern und vielen weiteren Symptomen kommen.
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